Auf festem Fuß in eine sichere Zukunft

Podologie: unsere staatlich anerkannte Ausbildung

Der Fuß im Fokus – Was ist überhaupt Podologie?

PodologInnen sind die SpezialistInnen zur Behandlung von Erkrankungen am Fuß.

Sie führen selbstständig fußpflegerische Maßnahmen durch und erkennen krankhafte Veränderungen am Fuß, die ärztliche Behandlung erfordern. PodologInnen sind Fachleute in der Behandlung von Fußdeformitäten und Hauterkrankungen an Nagel und Fuß. Sie haben spezielle Kenntnisse in der Behandlung von RisikopatientInnen, die z. B. an Diabetes und/oder Durchblutungsstörungen leiden. PodologInnen untersuchen regelmäßig die Füße der PatientInnen und können somit frühzeitig Präventivmaßnahmen einleiten.

In Kliniken und Spezialambulanzen arbeiten PodologInnen eng mit FachärztInnen zusammen oder selbstständig in eigener Praxis. Die Behandlung ist verordnungsfähig und kann von den Kassen erstattet werden.

Was spricht für eine Ausbildung am ulmkolleg?

  • Unterricht in kleinen Klassen unter individueller Betreuung und Begleitung durch qualifizierte Lehrkäfte
  • Familienfreundliche Ausbildungszeiten
  • Ausbildung in Voll- und Teilzeit möglich
  • Theoretische und fachpraktische Ausbildung im eigenen Praxisbereich der Schule
  • Lernen in schöner Atmosphäre mit kurzen Wegen und offenen Türen

Inhalte & Aufbau der Ausbildung

Was lerne ich in der Ausbildung?

Seit 2004 bieten wir unseren SchülerInnen eine erstklassige Ausbildung zum/zur staatlich geprüften PodologIn. Wir wollen unsere SchülerInnen nicht nur fachlich sehr gut ausbilden, sondern ganzheitlich fördern, sodass sie später im Berufsalltag nicht nur eigenständige Problemlösungen erarbeiten und selbstständig mit hoher Sozialkompetenz auf Menschen zugehen können.

Die Ausbildung im Bereich der Podologie ist sehr vielfältig. Unsere Arbeit umfasst die kurativen, rehabilitativen und präventiven Maßnahmen am Fuß. Wir behandeln die Füße und betrachten dabei unsere PatientInnen immer ganzheitlich. Daher ist ein sehr umfangreiches medizinisches Wissen Voraussetzung einer erfolgreichen podologischen Therapie.

Erfahrenen DozentInnen unterrichten die fachtheoretischen Lehreinheiten. Auf dieses umfassende Wissen kannst du in deinem ganzen Berufsleben ständig zurückgreifen. Dazu zählen nicht nur Anatomie und Krankheitslehre, sondern zum Beispiel auch Mikrobiologie oder die Berufskunde.

Einen großen Stellenwert nehmen dabei auch die fachpraktischen Unterrichtsfächer ein. Hier wird nicht nur auf die Examensprüfung vorbereitet, sondern vor allem auf das zukünftiges Berufsleben.

Hier eine Auflistung der verschiedenen podologischen Behandlungsmethoden, die während der Ausbildung kennengelernt und angewendet werden:

  • Nagel-, Hornhaut- und Schwielenbehandlung
  • Maßnahmen zur Entlastung schmerzhafter Stellen
  • Anfertigung spezieller Nagelspangen bei eingewachsenen Nägeln
  • Anfertigung von langlebigen Druckentlastungen bei künstlichem Nagelersatz
  • Fuß- und Unterschenkelmassage
  • Fachgerechtes Entfernen von Warzen
  • Behandlung von RisikopatientInnen wie Diabetiker, Bluter und Rheumatiker
  • Anfertigung verschiedener Hilfsmittel
  • Praxisgründung und Rezeptabrechnung

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Die Podologie Ausbildung am ulmkolleg gibt es in zwei Varianten.

  1. Vollzeitausbildung mit einer Dauer von 2 Jahren
  2. berufsbegleitende Ausbildung mit einer Dauer von 3 Jahren

Ein großer Teil der Ausbildung findet in den Räumlichkeiten des ulmkolleg statt. Dies gilt sowohl für den theoretischen als auch den praktischen Unterricht. So werden in unseren Praxisräumen mit der Unterstützung unserer erfahrenen podologischen Lehrkräfte bald die ersten eigenen Behandlungen durchgeführt. Später in der Ausbildung folgen Praktika unter ärztlicher Aufsicht. Diese finden in ausgewählten Praxen oder Krankenhäusern statt.

Die 2-jährige Vollzeitausbildung

Die 2-jährige Ausbildung startet jährlich zum 15. September. Unterrichtet wird abwechselnd von praxiserfahrenem Fachpersonal und ÄrztInnen. Somit entsteht eine spannende Mischung aus praktischem und theoretischem Unterricht.

Unterrichtszeiten:
Di. bis Do.: von 8:10 bis 18:10 Uhr
In der Regel halbiert sich ein Unterrichtstag in fachtheoretischen und -praktischen Unterricht.

Die Wochenstundenzahl beträgt ca. 39–40 Unterrichtseinheiten (45 Min.).

Praktika:

  • 4 Wochen klinisches Praktikum im November des zweiten Ausbildungsjahres
  • 3 Wochen podologisches Praktikum im März des zweiten Ausbildungsjahre

Die 3-jährige berufsbegleitende Ausbildung

Die 3-jährige berufsbegleitende Ausbildung beginnt alle 3 Jahre im März.

Unterrichtszeiten:

  • Fr. und Sa. (14-tägig): von 8:10 bis 17:20 Uhr
  • Zusätzlich je 2 Wochen Blockunterricht pro Jahr: Mo. bis Fr. von 8:10 bis 17:20 Uhr
  • Plus ein Prüfungsvorbereitungsblock à 16 Tage

Alle vorgeschriebenen Praktika werden extern absolviert, sodass sie flexibel zeitlich geplant werden können.

Zugangsvoraussetzungen & Bewerbung

Welche Voraussetzungen sind für die Ausbildung nötig?

  • Mindestens mittlere Reife bzw. Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger, abgeschlossener Berufsausbildung
  • Gesundheitliche Eignung
  • Mindestens Sprachlevel B2

Eine Altersbegrenzung gibt es nicht.

Welche Unterlagen werden für die Ausbildung benötigt?

  • Eine ärztliche Bescheinigung, welche die Eignung für den Beruf bestätigt (PDF Gesundheitsattest)
  • Einen ausgefüllten Bewerbungsbogen, der hier zu finden ist
  • Schulabschlusszeugnis
  • Lebenslauf

Wie geht es nach der Bewerbung weiter?

Im Auswahlverfahren prüfen wir die Eignung für eine Ausbildung im Bereich der Podologie. Wenn alle beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind, handwerkliches Geschick und Freude am Umgang mit Menschen aller Altersgruppen vorhanden ist, dann bist du gut gerüstet, den Beruf des/r PodologIn zu erlernen.

Unser Eignungstest besteht aus 3 Teilen:

  1. Praktischer Test
  2. Persönliches Gespräch
  3. Schriftlicher Test

Was kostet die Ausbildung?

Für die qualitativ hochwertige Ausbildung kommen folgende Kosten im Laufe der Ausbildung auf dich zu:

  • Vollzeitausbildung (2 Jahre):
    • monatlich 295 Euro Schulgeld
    • jährlich 705 Euro Material- und Instrumentenkosten
    • einmalig 500 Euro Prüfungsgebühr
  • Berufsbegleitende Ausbildung (3 Jahre):
    • monatlich 325 Euro Schulgeld
    • im 1. und 2. Ausbildungsjahr je 555 Euro Material- und Instrumentenkosten
    • einmalig 500 Euro Prüfungsgebühr

Infos zu Fördermöglichkeiten gibt es hier.

Nach der Ausbildung

Wo kann ich nach der Ausbildung arbeiten?

Mit einem erfolgreichen Abschluss im Bereich der Podologie stehen viele Wege offen: Möchte ich angestellt arbeiten oder mich lieber mit einer eigenen Praxis selbständig machen? Möchte ich mit oder ohne Zulassung der Krankenkassen arbeiten? Alles ist möglich.

Absolventen des ulmkolleg arbeiten unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Selbständig mit eigener Praxis oder Praxen
  • Angestellt in podologischen Praxen, u. a. als fachliche Leitung
  • Angestellt in Kliniken und Reha-Einrichtungen
  • In speziellen Fußambulanzen
  • In Rehabilitationskliniken und Krankenhäusern
  • In Seniorenheimen
  • In Erholungseinrichtungen und Wellnesshotels

Wie stehen die Zukunftsaussichten?

Die Arbeitsmarktsituation für PodologInnen ist hervorragend, sie werden überall stark nachgefragt. Hier haben alle AbsolventInnen sehr gute Aussichten direkt nach Abschluss der Ausbildung eine Vollzeitbeschäftigung zu finden, denn durch die steigende Lebenserwartung steigt auch der Bedarf an Behandlung der Füße. Gleichzeitig nehmen auch Erkrankungen wie Diabetes und Rheuma zu. Außerdem nimmt die Bereitschaft zu, selbst Kosten für die Gesundheit und Pflege zu übernehmen. Das macht die Podologie unabhängiger von ärztlichen Verordnungen.

Kliniken und Praxen suchen sehr viele PodologInnen. Auch haben sich viele unserer AbsolventInnen sofort nach der Ausbildung selbstständig mit einer eigenen Praxis niedergelassen und arbeiten dort sehr erfolgreich.

Wie finde ich Weiterbildungen?

Auch für staatlich anerkannte PodologInnen ist die laufende Weiterbildung sehr wichtig. In unserem Fortbildungsprogramm sind viele Kurse zum Thema Podologie vorhanden. Jede/r PodologIn hat hier die Möglichkeit, das eigene Wissen zu erweitern, die Behandlung den modernsten Behandlungsstandards anzupassen und sich somit weitere Patientengruppen zu erschließen.

Mehr Details sind in unserem umfangreichen Fortbildungsangebot nachzulesen.