ÜBERBLICK

Berufstätigkeit / Einblicke in das Berufsbild:
neuer medizinischer Fachberuf, der eine überwiegend selbstständige und verantwortungsvolle Tätigkeit ermöglicht

Ausbildungsgang:
Lehrgang 2 Jahre, staatliche Prüfung, Ausstellung der Berufsurkunde, Ausbildungsbeginn: 15. September 2010
Lehrgang 3 Jahre, staatliche Prüfung, Ausstellung der Berufsurkunde, Ausbildungsbeginn: November 2010

Gesetzliche Zugangsvoraussetzungen:
Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes

Ausbildungsschwerpunkte / Unterrichtsfächer:
Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Hygiene und Mikrobiologie, Arzneimittellehre, Podologische Behandlungsmaßnahmen, Material- und Warenkunde

Tätigkeitsfelder:
Alten- und Pflegeheime, Orthopädie-Fachgeschäfte, Rehabilitationszentren, Sozialstationen, internistisch-diabetologische und dermatologische Praxen, selbständig in eigener Praxis

Weiterbildungsmöglichkeiten / Zukunftsaussichten:
vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten zur weiteren beruflichen Qualifikation , wie zum Beispiel Fußreflexzonenmassage, sowie zur Verbesserung der Abrechnungssätze gegenüber den Kostenträgern

Kosten der Ausbildung:
2-jährige Ausbildung: derzeit monatlich 395,- €.

3-jährige Ausbildung: derzeit monatlich 335,-€.

Prüfungsgebühr:
derzeit 870,- €

 BERUFSBILD

Berufstätigkeit des Podologen

Podologen erwerben in einer speziellen Ausbildung Kenntnisse zur Behandlung von Erkrankungen am Fuß.

Sie führen selbständig fußpflegerische Maßnahmen durch und erkennen krankhafte Veränderungen am Fuß, die ärztliche Behandlung erfordern. Podologen haben spezielle Kenntnisse in der Behandlung von Risikopatienten, die an Diabetes und Durchblutungsstörungen leiden. Sie sind Fachleute in der Behandlung von Fußdeformitäten und Hauterkrankungen an Nagel und Fuß.

In Kliniken und Spezialambulanzen arbeiten sie eng mit Fachärzten zusammen oder selbständig in eigener Praxis.

Die Behandlung ist verordnungsfähig und kann von den Kassen erstattet werden. Selbstverständlich ist auch private Abrechnung möglich.

Neben vorbeugenden und pflegerischen Maßnahmen wendet der Podologe spezielle Behandlungspraktiken und Methoden an wie:
  • Nagelbehandlungen, Abtragen übermäßiger Hornhaut und Schwielen,
  • fachgerechtes Entfernen von Hühneraugen und Warzen,
  • Maßnahmen zur Entlastung schmerzhafter Stellen,
  • Anfertigung spezieller Nagelspangen bei eingewachsenen Nägeln,
  • Anfertigung von langlebigen Druckentlastungen, künstlicher Nagelersatz,
  • Fuß- und Unterschenkel-Massage,
  • Behandeln von Risikopatienten, wie Diabetiker, Bluter und Rheumatiker,
  • allgemeine und individuelle Beratung.


Einblick in die Berufsausbildung und Berufstätigkeit

Bitte fordern Sie Bewerbungsunterlagen über die Ausbildung zum Podologen bei uns an. Sie werden, sobald Ihre Bewerbungsunterlagen bei uns vorliegen,  zu einem Aufnahmetest eingeladen, der Ihnen weitere Fragen an die Lehrer der Ausbildung ermöglicht.

Schnupperunterricht:
Bei Interesse an der Ausbildung an unserer Schule, können Sie gerne - nach Terminabsprache - für einen Tag an unserem Unterricht teilnehmen.


 AUSBILDUNGSGÄNGE

Ausbildungsgang2-jährig3-jährig
Bewerbungszeitraumganzjährigganzjährig
Aufnahmeverfahrenschriftlicher und praktischer Teil sowie Gruppengesprächschriftlicher und praktischer Teil sowie Gruppengespräch
Ausbildungsbeginn15. September 2010November 2010
Zwischenprüfungnach 6 und 12 Monatennach 6 und 12 Monaten
Abschlussprüfungstaatliche Prüfungstaatliche Prüfung
BerufsbezeichnungStaatlich geprüfte/r Podologe/inStaatlich geprüfte/r Podologe/in

 ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN

  • Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs
Berufsneulingen wird ein 3-monatiges Pflege-Praktikum in einem Alten- und Pflegeheim empfohlen.

 AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

Ausbildungsschwerpunkte der 2-jährigen Ausbildung:
StundenUnterrichtsfach
120Anatomie
40Praktische Anatomie
90Physiologie
30Allgemeine Krankheitlehre
250Spezielle Krankheitslehre: Dermatologie, Innere Medizin, Geriatrie, Rheumatologie, Orthopädie, Chirurgie, Orthopädiemechanik, Neurologie
80Hygiene und Mikrobiologie
60Psychologie, Pädagogik, Soziologie
120Arzneimittellehre, Material- und Warenkunde
60Fachbezogene Physik und Chemie
30Erste Hilfe und Verbandstechnik
30Prävention und Rehabilitation
40Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde
20Sprache und Schrifttum, Fachbegriffe, Dokumentation
150Theoretische Grundlagen der podologischen Behandlung
130Physikalische Therapie im Rahmen der Podologischen Behandlung, Klassische Massage, Fußreflexzonenmassage, Elektrotherapie, Hydro-, Balneo-, Thermotherapie, Übungstherapie
150Fußpflegerische Maßnahmen
400Podologische Behandlungsmaßnahmen
200Podologische Materialien und Hilfsmittel
720Praktische Ausbildung am Patienten am ulmkolleg
280Praktische Ausbildung in Kliniken/Ambulanzen

Ziel unserer Ausbildung ist auch die Förderung von:

  • Sozialer Verantwortung,
  • Analytischem Denken,
  • Kreativität,
  • Handlungskompetenz

Die aufgeführten Stundenzahlen entsprechen dem Berufsgesetz.


 UNTERRICHTSORGANISATION

2-jährige Ausbildung:
Unterrichtszeiten:        
Dienstag bis Donnerstag
vormittags:        08:10 Uhr bis 12:25 Uhr
nachmittags:    13:10 Uhr bis 19.00 Uhr

Die praktische Ausbildung in den Kliniken:       
ganztägig, von 8.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr.
(insgesamt 7 Wochen, bzw. 2 mal 3,5 Wochen während der Ausbildung) Die Praktikumstellen werden von uns organisiert und betreut.

3-jährige Ausbildung:
Unterrichtszeiten:

Freitag und Samstag - 14-tägig von 08:10 Uhr bis 17.00 Uhr
Blockunterricht jährlich im August und/oder September 15-20 Tage

Die praktische Ausbildung in den Kliniken:
ab der 26. Woche 1 Tag wöchentlich
 
Dozenten der theoretischen und praktischen Fächer:

Der Unterricht wird Ihnen von einem Team aus erfahrenen Ärzten der verschiedenen Fachgebiete sowie Podologinnen/Podologen vermittelt. Daneben konnten wir ein Team aus Fachleuten für die einzelnen Spezialfächer gewinnen.



 ZUKUNFTSAUSSICHTEN

Die Zukunftsaussichten für Podologen/Podologinnen sind sehr gut.
Mit ständig ansteigendem Durchschnittsalter wachsen die Ansprüche der Menschen an Gesundheit und Beweglichkeit. Die präventive und rehabilitative Physiotherapie trägt diesem Anspruch Rechnung. Die Zahl der Diabetiker mit Fußproblemen wächst ständig und wird mit steigender Lebenserwartung weiter zunehmen.
Die steigende Bereitschaft der Patienten, einen eigenen Kostenbeitrag für die Gesunderhaltung zu übernehmen, macht die Podologen/Podologinnen unabhängiger von Kostenträgern im Gesundheitswesen.

 TÄTIGKEITSFELDER NACH DER AUSBILDUNG

  • Tätigkeit in Kliniken,
  • Altenwohn- und Pflegeheimen,
  • Orthopädie-Fachgeschäften,
  • Rehabilitationszentren,
  • Sozialstationen,
  • Internistisch-diabetologische und dermatologische Praxen,
  • Selbstständigkeit in eigener Praxis.

 WEITERBILDUNGSMOEGLICHKEITEN

z. B. Fußreflexzonentherapie, Nagelprothetik u.v.m.
Das ulmkolleg bietet ein aktuelles und sehr weit gefächertes Fortbildungsangebot.

 ARBEITSMARKTSITUATION

Ein erheblicher Mangel an ausgebildeten Podologen ermöglicht sehr gute Bedingungen für angestellte und selbstständige Podologen. Der Bedarf an Podologen wird sich mit steigender Bekanntheit des Berufsbildes und mit ständig wachsender Zahl von Diabetikern mit Fußproblemen noch deutlich verstärken.

 VERDIENSTMÖGLICHKEITEN

Ausgehend von einer Einpersonenpraxis, in der 12-16 Patienten am Tag behandelt werden, kann ein Umsatz von ca. 300,- € bis 400,- € pro Tag erzielt werden.

 KOSTEN DER AUSBILDUNG

Schulgebühr:
2-jährige Ausbildung monatlich 395,- €
3-jährige Ausbildung monatlich 335,-€

Anmeldegebühr: einmalig 120,- € bei Vertragsabschluss

Haftpflichtversicherung, Arbeitsunterlagen, und Kopien, 2 Instrumenten- und Fräsersätze, Spezielle Verbrauchsmaterialien in der praktischen Ausbildung:  jährlich 1.200,- € (im ersten und zweiten Ausbildungsjahr)

Prüfungsgebühr:
870,- €

Förderung durch das Arbeitsamt
Wegen einer Förderung erkundigen Sie sich bitte bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. beim Amt für Ausbildungsförderung (Bafög).

 ANTWORTBOGEN

Antwortbogen Podologie

Bitte senden Sie uns den Antwortbogen zusammen mit Ihren Bewerbungsunterlagen zu.

Einen Link zum Download für den Antwortbogen finden Sie direkt über diesem Bild in der horizontalen Menüleiste. Sie können den Antwortbogen als .pdf- Datei herunterladen.

Zum Öffnen benötigen einen Adobe Reader. Eine kostenlose Version des Adobe Readers können Sie sich direkt bei Adobe herunterladen (www.adobe.de).


 ATTEST

Ärztliches Attest

Bitte senden Sie uns das Attest zusammen mit Ihren Bewerbungsunterlagen zu.

Einen Link zum Download für das Attest finden Sie direkt über diesem Bild in der horizontalen Menüleiste. Sie können das Attest als .pdf- oder als .doc Datei herunterladen.

Haben Sie die entsprechenden Anwendungsprogramme installiert (.pdf-Dateien benötigen einen Adobe Reader, .doc-Dateien benötigen Microsoft Office) öffnet sich dieses automatisch, nachdem Sie den Link angeklickt haben. Haben Sie keines der beiden Anwendungsprogramme installiert, werden Sie aufgefordert die Datei abzuspeichern.

Eine kostenlose Version des Adobe Readers können Sie sich direkt bei Adobe herunterladen (www.adobe.de